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  Nahtmaterialien - resorbierbar  
 
Monolac monofil
Monolac ist ein rasch absorbierbares Monofil aus Glycolid und ε-Caprolacton Copolymer. Es ist unbeschichtet und besitzt eine glatte und porenfreie Oberfläche. Die Gewebepassage ist sehr gut. Der Faden zeigt weder Kapillareffekt noch Sägewirkung.

Monolac besitzt eine sehr hohe Zugfestigkeit und einen gleichmäßigen Durchmesser. Der Faden ist weich aber nicht gummiartig, äußerst flexibel und hervorragend zu handhaben. Der Knotensitz ist sehr gut. Monolac hat keinerlei antigene oder pyrogene Eigenschaften. Es wird eingefärbt mit D & C violett Nr. 2 (CI 60725) oder naturfarben in den Stärken EP 0.7 (USP 6/0) bis EP 3.5 (USP 0) geliefert.

Während der Absorption durch Hydrolyse zeigen sich nur geringste Gewebereaktionen. Das Material wird zu Adipinsäure abgebaut, die vom Körper vollständig metabolisiert wird. Erst findet ein Reißkraftverlust und danach ein Verlust an Masse statt. Monolac violett besitzt nach 7 Tagen noch ca. 60 % (natur 50 %) und nach 14 Tagen noch ca. 30 % (natur 20 %) der Anfangsfestigkeit. Nach etwa 90-120 Tagen ist das Material vollständig abgebaut.

Anwendungsgebiete: Monolac steril ist zur Verbindung von Weichgeweben und für Ligaturen überall dort geeignet, wo ein resorbierbarer Faden verwendet werden kann. Monolac findet Anwendung in Urologie, Gynäkologie, plastischer Chirurgie und in der gastrointestinalen Chirurgie

Gewebereaktionen: Das Material bewirkt eine milde Entzündungsreaktion.

Gegenanzeigen: Monolac sollte für Nähte in Geweben die sich ausdehnen, die sich unter Spannung befinden oder die eine langdauernde mechanische Unterstützung benötigen, nicht benutzt werden.
 
Chirlac rapid braided
Chirlac rapid braided ist ein synthetisches, resorbierbares, chirurgisches Nahtmaterial, das aus dem Polymer der Glykolsäure hergestellt wird. Es ist hydrophob beschichtet. Die Fasern sind mit einer von der FDA zugelassenen Farbe violett gefärbt oder naturfarben. Im Gewebe verursacht Chirlac rapid nur eine minimale Entzündungsreaktion. Es wird durch Hydrolyse zu Glycolsäure abgebaut, die absorbiert und metabolisiert wird. Die Absorption des Fadens äußert sich zunächst durch einen Verlust der Reißfestigkeit. Implantationsstudien zeigen, daß der Faden nach 5 Tagen noch ca. 60 % der Anfangsfestigkeit besitzt. Nach 12 bis 14 Tagen ist keine messbare Festigkeit mehr vorhanden.

Indikationen: Chirlac rapid eignet sich für Nähte weicher Gewebe, wenn nur eine kurzzeitige Unterstützung des Gewebes erforderlich ist. Chirlac rapid wird verwendet zu Hautnähten, in der Kinderchirurgie, bei Episiotomien, Zirkumzisionen und Schleimhautnähten in Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Auch in der Ophthalmologie wird Chirlac rapid gebraucht.

Gewebereaktionen: Das Material bewirkt eine milde Entzündungsreaktion.

Gegenanzeigen: Chirlac rapid sollte für Nähte in Geweben die sich ausdehnen, die sich unter Spannung befinden, oder die eine Unterstützung von länger als 6 Tage benötigen, nicht benutzt werden. Chirlac rapid ist nicht geeignet für Ligaturen, zur Anwendung am Herzen, am zentralen Kreislaufsystem oder am Nervengewebe.
 
Chirlac braided 
Chirlac braided ist ein geflochtenes, synthetisches, absorbierbares Nahtmaterial aus dem Homopolymer der Hydroxy-Essigsäure (Glycolsäure) mit sehr hoher Reißfestigkeit. Den Faden zeichnen seine einheitliche Flechtstruktur, eine gleichmäßige Oberfläche, eine geringe Reibwirkung und der gute Knotensitz aus. Die Chirlac – Fäden sind mit einer resorbierbaren Beschichtungsmasse überzogen. Diese bewirkt eine Verringerung des Kapillareffektes, eine ausgezeichnete Fadengriffigkeit sowie eine Verringerung der Sägewirkung unter Beibehaltung eines sicheren Knotensitzes. Der Chirlac – Faden wird im Körper durch Hydrolyse abgebaut. Die Abbauprodukte werden vom Körper vollständig metabolisiert. Die Fadenabsorption äußert sich zuerst durch einen Verlust an Reißfestigkeit. Nach 21 Tagen besitzt der Faden noch ca. 50 % seiner Anfangsfestigkeit, nach ca. 32 Tagen ist keine messbare Festigkeit mehr vorhanden. Nach ca. 80-90 Tagen ist der Faden vollständig abgebaut.

Anwendungsgebiete: Chirlac eignet sich für Nähte weicher Gewebe, für Muskeln und Faszien, Parenchymalorgane, der peripheren Nerven, zum Abbinden von kleinen Gefäßen und zu intradermalen Nähten der Haut.

Gewebereaktionen: Das Material bewirkt eine milde Entzündungsreaktion.

Gegenanzeigen: Chirlac sollte für Nähte in Geweben die sich ausdehnen, die sich unter Spannung befinden, oder die eine langdauernde mechanische Unterstützung benötigen, nicht benutzt werden.
 
Polydox monofil
Polydox monofil ist ein monofiles, synthetisches, resorbierbares, chirurgisches Nahtmaterial aus p-Polydioxanon. Die Fäden sind mit einer von der FDA zugelassenen Farbe violett gefärbt. Der Faden zeichnet sich durch gute Handhabungseigenschaften und einen geringen Memory-Effekt aus. Er ist sehr gut zu Knoten. Im Gewebe verursacht Polydox nur eine minimale Gewebereaktion. Der Faden wird durch Wasser langsam hydrolysiert und anschließend vom Körper metabolisiert. Die Absorption des Fadens äußert sich zunächst durch einen langsamen Verlust der Reißfestigkeit. Implantationsstudien zeigen, daß der Faden nach 6 Wochen noch ca. 50 % der Anfangsfestigkeit besitzt. Nach ca. 180-210 Tagen ist das Fadenmaterial vollständig abgebaut.

Anwendungsgebiete: Polydox ist für die Adaption von Weichgeweben vorgesehen. Es eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen sowohl ein resorbierbarer Faden als auch eine Unterstützung des Gewebes über einen längeren Zeitraum (bis 6 Wochen) angebracht erscheint. Polydox findet in nahezu allen Gebieten der Chirurgie Verwendung.

Gewebereaktionen: Das Material bewirkt eine milde Entzündungsreaktion.

Gegenanzeigen: Polydox sollte für Nähte in Geweben die sich ausdehnen, oder die sich unter Spannung befinden, sowie bei der Implantation von Prothesen (z. B. Herzklappen!) nicht benutzt werden.
 
 
     
Vitrex Medical A/S